Nischenseiten Challenge 2018 – Woche 1: Auswahl der Nische

Published On 2. Oktober 2018 » 126 Views» By Olaf » Nischenseiten

Peer – den ich schon ca. 4 Jahre kenne – organisiert aktuell die 3. Nischenseiten Challenge. Hierbei geht es darum mit einer Website die nicht vor dem 1.10.2018 konzipiert und erstellt wird bis Ende März 2019 am meisten Geld zu verdienen. Zudem gibt man ab und an Reports ab über seinen Status. So können sich Neulinge aber auch Profis in dem Thema Dinge abschauen und davon lernen. Meine Reports werde ich fortlaufend hier in der Kategorie Nischenseite abgeben.

Meine Motivation zur Teilnahme

Ich bin dem Affiliate Marketing und vor allem dem Amazon Partnerprogramm sehr verbunden. Vermutlich näher als kein anderer Teilnehmer dieser Challenge. Ich lese jedoch immer wieder viele Unwahrheiten, die wildesten Theorien über Affiliate Marketing und insbesondere das Partnerprogramm, die mich oft innerlich wütend machen und die einer Korrektur bedürfen.

Entsprechend möchte ich im Rahmen dieser Challenge probieren eine Demowebsite zu bauen, die mit ehrlichen und einfachen Mitteln zum Ziel kommt. Diese soll jeder nachvollziehen können.

Meine persönliche Challenge

Wie vermutlich alle Teilnehmer werde ich die Nischenwebseite „nebenher“ betreiben. Ich setze mir jedoch zum Ziel hier 2-3 Stunden pro Woche zu investieren. Mehr ist parallel zum Job, der Familie (5 Kinder), unserem Blockhaus mit Garten, meinen Hobbies Musikproduktion, Radsport und Grillen sowie meinen anderen Websites nicht drin.

Entsprechend habe ich mir neben dem Zeitbudget zum Ziel gesetzt meine Familie mit einzubeziehen, damit wir hier gemeinsam lernen und Spaß haben.

Mein Vorwissen

Da ich ursprünglich aus der Softwareentwicklung komme (den ersten Maschinencode habe ich schon 1983 auf einen IBM PC programmiert), tue ich mich vermutlich mit Software und Systemen etwas leichter. Ich habe aber das codieren Mitte der 90er Jahre eigentlich verlernt – die Logik bleibt.

Bereits 1995 habe ich meine erste Website ins Netz gestellt. Vor exakt auf den Tag 10 Jahren habe ich dann meine erste Nischenwebseite erstellt. Das ganze war ein Unfall. Ich habe unser Blockhaus jeden Tag in der Bauphase fotografiert. Um die Fotos zu speichern und beschreiben, habe ich WordPress eingesetzt, da es Webbasiert und einfach war. Ich habe vergessen die Subdomain auf unserer Familienwebseite von der Indexierung in google zu blockieren und so haben mich auf einmal viele Leute angesprochen und nach Informationen zu Blockhäusern gefragt. So entstand dann nach und nach die Website blockhaus-bauen.info, die nur noch rudimentär gepflegt wird, aber immer noch das Blockhaus Portal Nummer 1 in Deutschland ist.

Vor rund 5 Jahren erfolgte dann ein zweiter Schub und mein tiefergreifendes Lernen in Bezug auf Affiliate Marketing, SEO und alles was man für Websites benötigt die Geld verdienen. Seither habe ich u.a. die Websites staubsauger-berater.de und seit Anfang 2018 grill-kenner.de aufgebaut. Meine aktuelle Website, die ich in den letzten 2 Monaten aufgebaut habe ist diffuser.de (hier rechne ich erst in einigen Wochen mit Besuchern). Diese hat ein sehr spezielles Thema und ist ein Experiment, das vermutlich vielen Seiten ähnelt die auf der Nischenseiten Challenge 2018 dabei sein werden.

Alle meine Websites laufen unter WordPress. Zur Vereinfachung liegen diese alle bei einem Hoster (1&1) und ich nutze MangeWP, um in einem Rutsch Sicherungen und Updates zu machen. Ich habe zwischenzeitlich fast alle Seiten auf das AffiliateTheme umgezogen (seit 3 Jahren) und nutze auf allen Seiten identische Plug-Ins. Bei Facebook und Instagram lerne ich noch seit diesen Sommer … die Grill-Kenner Community wächst.

Zudem habe ich mir mittlerweile eine sehr gute Ausstattung für Fotos und Videos beschafft, da Inhalte nicht nur aus Text bestehen. Die Bilder mache ich mit Canon EOS 5, EOS 77 und etlichen Objektiven, Stativen und einer Fotobox. Auf Bildbearbeitung verzichte ich, da ich gelernt habe, dass semiprofessionelle Bilder am glaubhaftesten sind. Bei Videos schneide ich mit Final Cut und nutze auch die Canon Kameras, das iPhone oder meine beiden DJI Drohnen (Phantom, Mavic Pro 2). Wer aber ein gutes Smartphone hat, wird hiermit auch gute Resultate erzielen.

Aufgabe der Woche 1: Die Auswahl der Nische

In Woche 1 soll es darum gehen, sich für eine Nische zu entscheiden. Zunächst möchte ich hier einmal erläutern, was mir persönlich hierbei wichtig ist und welche Voraussetzungen die Nische für mich erfüllen muss. Ich weis auch, dass ich hier andere Gedanken habe, als die meisten Teilnehmer, entsprechend möchte ich diese erläutern.

Meine Kriterien für eine perfekte Nische:

  • die Produkte welche in der Nische verkauft werden müssen mit klaren, harten Kriterien die man messen kann gegeneinander abgrenzbar sein. Ich lege viel Wert darauf die Produkte zu bestellen, zu testen und dann meine Messwerte im Vergleich darzustellen. Bei den Grills messe ich die Temperatur, den Energieverbrauch, mit einer Wärmebildkamera die Hitzeverteilung, etc. Idealerweise kann man eine Teststrecke oder klare Kriterien definieren, die von allen Produkten erfüllt werden müssen.
  • Entsprechend – weil ich die Produkte teste – sind die Hauptkeywords der Nische ergänzt um „Vergleich“, „Test“ und „Testbericht“ für mich wichtig.
  • kleine Nischen machen für mich keinen Sinn. Hier investiert man identisch viel Zeit in den Aufbau der Basis. Man hat zwar schneller gute Positionen in den Suchmaschinen, aber man erzielt meistens nur wenige hundert Euro pro Monat an Erlösen. Ein für mich gesundes Ziel sind Nischen, wo man mehr als 30.000 Euro Provisionen pro Jahr verdienen kann. Hierzu bedarf es eines Themas, dass mehr als 20 Produkte hat, die bei Amazon (ja, nur hier) in den Top 50.000 sind und die sich weitgehend ganzjährig identisch verkaufen. Es bedarf dann zwar mehr guten Inhalten, aber die Nische rechnet sich langfristig.
    Dies ist der Punkt an dem ich wohl am meisten mit allen anderen auseinander liege! Viele setzen auf kleinere Nischen.
  • Inhalte muss man nicht nur selber schaffen. Ich setzte hier sehr auf Diskussionen. Themen die Menschen bewegen sorgen auch für Kommentare. Das sind Inhalte die mich keinen Aufwand kosten. Das ist auch ein Grund, warum ich mich mit Social beschäftige. Ein Hinweis zu Social: da Links aus Social zu Shopseiten auf Mobilgeräten im Facebook Browser stattfinden (der die Cookies verliert) und man so keine Provision bekommt, versuche ich Social Traffic nur auf meine Website zu bekommen.
  • Die Produkte sollten zwischen 50 und 150 Euro in der Mehrzahl liegen. Gerne auch einige teurere Modelle. Sonst hat man wenige zusätzliche Käufe (die bei Amazon vergütet werden) und es finden keine intensiveren Recherchen der Kunden im Web statt. Ohne Recherchen haben meine Seiten ja keine Besucher und ich somit keine Provisionen.
  • Produkte aus Kategorien mit weniger als aktuell 5% Provision bei Amazon im PartnerNet sind für mich nicht interessant. Diese Kategorien sind meistens überlaufen, Amazon (der Hauptshop am Markt) benötigt da keine extra Besucher und wird daher dort in Zukunft tendenziell weniger investieren. Auch werde ich nicht mit Mode in den Wettbewerb starten, da alles was man fühlen, schmecken oder anprobieren muss tendenziell kein lohnenswertes Affiliate Modell für mich ist (zu viele Retouren, zu oft neue Produkte / Trends).
  • Gute Kategorien sind in einem Wachstumsmarkt oder in einem stabilen Markt. Trotzdem sollte es wenig Neuerungen geben, damit ich nicht ständig neue Produkte testen muss.
  • Es muss viele unklare Themen und Fragestellungen für die potentiellen Käufer geben, damit ausreichend Longtail Keywords (also komplexere Suchanfragen) vorhanden sind. So kann ich mit Content zu Spezialfragen schneller eine Position in den Suchmaschinen bekommen.
  • Ideal gibt es die Produkte nicht nur bei Amazon sondern auch in anderen Onlineshops die ein Affiliate Programm haben. So kann ich mehrere Quellen für den Kauf empfehlen und deren Preise direkt darstellen. Das minimiert die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher nach meiner Seite zu einem Preisvergleich geht und ich somit keine Provision bekomme.
  • Die Produkte sollten ohne große Abschläge wieder verkaufbar sein, da ich diese kaufe, teste und dann wieder los werden möchte. Ich mache dies meistens nach dem Test über Ebay, da ich sonst bei zu vielen Retouren von Amazon gesperrt würde.
  • wenn man sich den Wettbewerb im Netz anschaut (dazu nutze ich meisten Sistrix), dann sollte es möglich sein, mit rund 100 guten Seiten im Index das Thema oder ein erstes großes Unterthema recht umfassend zu beleuchten und erste Rankings zu bekommen.
  • idealerweise passt die Nische zu meinen Hobbies und Interessen und auch denen meiner Familie. Dies hilft dabei gute Inhalte zu produzieren, weil man sich sehr für das Thema interessiert. Auch muss ich die Produkte in meinem direkten Umfeld testen können. Wenn ich dafür meine Familie einbinden kann, führt dies nicht zu einer zu großen „Störung“. Wenn die Nische noch zu meinen bisherigen Webseiten passt, habe ich zumindest schon einen Vorsprung hinsichtlich späteren Verlinkungen und vor allem Inhalten, da ich das Thema bereits verstehe.

In Summe: Eine Nischenseite zu bauen, macht in meinen Augen nur Sinn, wenn man wirklich Interesse am Thema hat, die Produkte bestellt und sich tiefgreifend mit dem Thema und den Produkten beschäftigt. Man sollte langfristig denken und genügend Wissen aufbauen über die Zielgruppe, um von dieser rückwärts gedacht die Fragen zu entwickeln.

Ich habe mich noch nicht für eine Nische entschieden und werde dies bis zum Wochenende mit meiner Familie diskutieren. Die konkrete Nische möchte ich aber noch nicht publik machen bevor die Webseite live geht (ca. November – abhängig von meinem Zeitbudget).

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... ist zugleich Musikproduzent, Rennradsportler auf langen Distanzen, begeisterter Hobbykoch, Grill-Enthusiast und Familienvater. Er begeistert sich zudem für viele Dinge rund um Musik, Essen, Wein, Holzhaus- und Blockhausbau sowie Online Marketing und eCommerce.

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