Kindertransport beim Training mit dem Fahrrad

Published On 10. Mai 2018 » 115 Views» By Olaf » Training

Immer wieder habe ich beim Rennrad Training die Herausforderung, dass ich die Kinder mitnehmen muss. Alleine zuhause lassen kann ich zumindest das jüngste Kind nicht, da sonst ein ruhiges Radsport Training unmöglich ist. Doch welche Optionen eignen sich zum Mitnehmen der Kinder zum Radsport Training?

Ich habe diese Situation nun ununterbrochen seid rund 20 Jahren. Meine Älteste ist nun aus dem Haus, aber der Jüngste mit gerade 5 Jahren noch immer ein heißer Kandidat, um mitgenommen zu werden oder zumindest am Training teilhaben zu wollen. Hier also nun mal meine Lösungsansätze der letzten Jahre.

Der Radanhänger

Ich habe Anhänger von Chariot für zwei Kinder, einen Cruiser für ein Kind und auch einige Leihanhänger über die Jahre ausprobiert. Letztlich ist das ganze für ein wirkliches Radsport Training mit z.B. Intervallen nicht geeignet. Für eine Grundlageneinheit oder ein Regenerationstraining eignen sich die Fahrradanhänger allerdings sehr gut. Hierbei ist darauf zu achten, dass man keinen Carbon Rahmen fährt, denn diese halten den Schwingungen und ggf. Schlägen der Anhängerkupplungen nicht wirklich stand.

Ich nutze Fahrradanhänger immer mit meinem Crosser. Dieser hat einen Aluminiumrahmen und somit ist es kein Problem den Fahrradanhänger zum Kindertransport einzusetzen. Die Kupplungen habe ich mir immer von Weber genommen. Die Weber Kupplung kommt durch die Achse, sitze aber auch im Schnellspanner und somit sehr sicher. Zusätzlich ist das Ganze dann über einen Riemen gesichert. Die Kinder sitzen komfortabel und sind bei Abfahrten wie auch bei Anstiegen gut gesichert. Selbst Waldwege oder Kopfsteinpflaster macht den Kids dann eher Spaß.

Wichtig ist hierbei, dass die Kinder bei langen Touren gut beschäftigt sind. Hier ist zunächst einmal die Verpflegung einzuplanen und mitzunehmen. Aber auch kleine Bücher oder ein Kassettenrekorder können den Kindern die Zeit gut vertreiben.

Der Fahrrad-Kindersitz

Die Rennrad- oder Radsport Freaks sollten diesen Absatz nicht überlesen, auch wenn man eigentlich nicht glaubt, dass ein gutes Radsport Training mit einem klassischen Fahrrad-Kindersitz etwas gemeinsam hat. Ich habe hier aber sehr gute Erfahrungen über die nächsten Jahre gemacht. Vor allem mit meinen Kindern zwischen 1 und 3 Jahren war dies die wirklich beste Option.

Hierzu ist es erforderlich ein gutes Mountainbike zu haben, dass über die Vorrichtung für einen Gepäckträger verfügt. Der Rahmen des MTB sollte dann auch aus Stahl sein, so dass es zu keinen Brüchen kommen kann, die bei Carbon recht schnell an der Tagesordnung sind. Unbedingt ist auch zu beachten, dass der Fahrrad-Kindersitz sicher montiert ist und alle Sicherheitshinweise beachtet werden.

Man muss sich dann daran gewöhnen, dass das Rad etwas träger wird und vor allem bei Seitbewegungen anders reagiert. Auch sind schnelle Kurvenfahrten zu Beginn ungewohnt anders. Wer es aber oft probiert, der kann seinem Kind so sehr nah sein, schleppt wenig extra Gewicht mit und hat vor allem wenig extra Windwiderstand. So ist auch eine zügige Tour möglich.

Wer noch Zweifel hat und mehr Tipps zur Auswahl zwischen Fahrrad Kindersitz und Fahrradanhänger haben möchte, der findet unter dem vorgenannten Link auch etliche gute Tipps oder sucht einfach noch im Netz nach Erfahrungsberichten.

Die Trainingsrolle

Wenn die Kinder nicht raus wollen oder andere Gründe ein Radsport Training zuhause als die beste Option aufzeigen, dann bietet die Fahrradrolle eine sehr gute Option für ein Training. Die Kinder können sich zuhause bewegen und man kann prima seine Intervalle auf der Rolle erledigen.

Insbesondere für die intensiven Trainingseinheiten – für die man wirklich brauchbare Radsport Trainingspläne umsonst im Web laden kann – habe ich diese Variante immer wieder eingesetzt. Die Rolle lässt sich flexibel auch im Haus z.B. in den Kinderzimmer aufbauen. Die Kinder helfen auch gerne bei der Motivation und feuern mich an, damit auch noch ein nächstes Trainingsintervall erfolgreich bewältigt wird.

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... ist zugleich Musikproduzent, Rennradsportler auf langen Distanzen, begeisterter Hobbykoch, Grill-Enthusiast und Familienvater. Er begeistert sich zudem für viele Dinge rund um Musik, Essen, Wein, Holzhaus- und Blockhausbau sowie Online Marketing und eCommerce.

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