Ein neues Mädchenzimmer als Pferde- oder Kuhstall

Published On 14. Mai 2014 » 7474 Views» By Olaf » Haus

Nachdem meine Tochter Zoé Ihren fünften Geburtstag gefeiert hatte, war sie nun der Meinung, dass Ihr Kinderzimmer nicht mehr altersgerecht sei. Sie meinte:“ Ich bin fünf Jahre, schon richtig groß und mein Zimmer ist voll uncool. Da muss sich was ändern“.

Also war das nächste Projekt „Kinderzimmerumbau“ bei uns geboren. Natürlich Wände, Boden und Möbel.

Wenn schon – denn schon!

An den Wänden können wir Gott sei dank nicht viel verändern, da hier im Blockhaus auch die Wände aus Holz sind – bis auf eine. Die Wände sollen bunt werden, waren Ihre Worte. Sie möchte ein tolles Zimmer, wo auch schon mal ne Freundin übernachten kann. Und ich soll sie nicht enttäuschen!

Meine Frau und meine Tochter fuhren zu Oma und Opa und ließen mich im ersten Moment ratlos und planlos zurück. Aber nicht lange. Die richtige Idee zu finden, ist das Ergebnis geschickter Planung, Strategie und das Ergebnis wie ich die Sache am Schluss verkaufe. Das kann ich am Besten. 🙂

Ein Kinderzimmer soll meiner Meinung nach ein Ort für Kreativität, Geborgenheit, Spiel und Entdeckung sein. Nicht nur einfach ein Schlafraum ohne Persönlichkeit und Charme.  Und am besten (je nach Größe des Raumes) teilt man das Zimmer in zwei Bereiche auf. Zum einen Spielen, zum anderen Ruhen.

Zoés Zimmer war groß genug dafür. Aber wo anfangen?  Ich wollte weder Wände einziehen, noch das wunderschöne Holz streichen.

Also recherchierte ich, wie ich aus einem Zimmer, zwei für sich wirkende Räume zaubern kann. Da Zoé auf jeden Fall, früher oder später einen neuen Kleiderschrank brauchte,  hatte ich die Idee, einen größeren Kleiderschrank als Raumtrenner zu missbrauchen. Da ich die Möbel dezent in weiß halten wollte, um nicht nach dem 6.ten Geburtstag wieder neu zu kaufen wurde ich schnell fündig. Das dazugehörige Sideboard und ein größeres Bett in 1,40 mtr.  (wegen den Übernachtungsgästen) wurden gleich mit bestellt.  Das war nun die leichtere Aufgabe. Nun hieß es das Zimmer in irgendwas zu verwandeln, wie auch immer.

Für den Kreativbereich suchte ich ein Motto. Und klar –  Zoé reitet für Ihr Leben gerne, also musste das Zimmer ein Pferdestall werden. 🙂

Die einzige verputzte Wand in Ihrem Zimmer strich ich halbhoch mit braun und malte Linien darauf, wie ein Bretterzaun. Hier wurden Wandhalter montiert, woran Halfter und Stricke  gehangen wurden, und natürlich ein Reisigbesen.

Für die gegenüberliegende Wand (aus Holz) kaufte ich blassgrünen Stoff der wie eine Wiese aussah und spannte diesen an die Wand. Auf ein Regal legte ich Putzkiste, Leckerlies, Gerten und natürlich Sporen.

In dem naheliegenden Bauernhof holte ich einen kleinen Ballen Stroh. Den legte ich auch ins Zimmer und positionierte hier Zoés Lieblingsstoffpferd davor. Ein großer Metalleimer als Futtereimer und ein selbst gebautes Hindernis kamen als Deko mit dazu. An die Tür ein wunderschönes Pferde – Wandbild mit einem großen braunen Pferd in der Box. Klasse !

Der Schlafbereich ist ein Ruheraum und sollte meiner Meinung nach auch dezent gehalten sein. Hier kaufte ich lediglich Pferdebettwäsche mit wunderschönen Lipizanern. Die Lieblingsrasse meiner Tochter. Ganz viele Kuschelkissen in flauschig weichen weißen und braunen Stoffen rundeten das gemütliche Schlaflager ab.

Für den Boden kaufte ich mehrere Teppiche aus braunem Hochflor. Alles in allem ein wunderschönes neues Zimmer. Wenn jetzt noch Zoés Augen strahlen beim Betreten, dann hab ich alles richtig gemacht.

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... ist zugleich Musikproduzent, Rennradsportler auf langen Distanzen, begeisterter Hobbykoch, Grill-Enthusiast und Familienvater. Er begeistert sich zudem für viele Dinge rund um Musik, Essen, Wein, Holzhaus- und Blockhausbau sowie Online Marketing und eCommerce.

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