Den Gasgrill startklar machen für den Sommer

Published On 6. April 2014 » 4601 Views» By Olaf » Grill

Es wird Sommer – der Grill muss an den Start gebracht werden, damit das erste Grillfleisch endlich in meinem Mund landen kann. Ich habe natürlich wieder einmal nur das Beste Fleisch gekauft – insbesondere das TXOGITXU, das trotz des Alters der Kühe von denen es stammt wunderbar auf dem Mund zergeht.

Wie geht man denn nun bei der Grillreinigung am besten vor?

Wenn ich meinen Grill reinige und er einige Zeit ungenutzt „in der Ecke bei der Nachbarin“ stand, dann muss ich diese natürlich erst einmal ordentlich aufheizen, denn ab einer Temperatur von rund 380 Grad beginnt die Pyrolyse, d.h. alle Fette zerfallen in einen feinen Staub. Entsprechend mache ich bei meinem Weber Summit Grill erst einmal alle Brennstäbe und den Rückbrenner an und der Grill kommt recht schnell auf eine Temperatur von rund 400 Grad – nach bereits 2 Minuten ist dann alles zu einem feinen weißen Staub zerfallen was vorher Fett und Grillreste waren.

Wichtig ist, dass man natürlich die Grillroste und in meinem Falle auch das gusseiserne Rost (gibt es auch von Weber) sowie den Grillwok aus Gusseisen im Grill belässt, damit diese direkt mit gereinigt werden. Auch auf paradisi kann man übrigens hervorragend nachlesen, das man gusseiserne Grillroste nicht einweichen sollte und nach der Reinigung entsprechend einfetten sollte. Das ist entsprechend ein „Korrosionsschutz“ für das Metall.

Die Grillreinigung geht also bei mir zumeist sehr schnell von der Hand, denn nach dem Aufheizen schalte ich den Grill aus, bürste mit der Drahtbürste nochmals die Grillroste sauber und lasse dann den Grill komplett auskühlen – das ist die Gelegenheit für ein erstes Bierchen, dass man natürlich auch schon mal mit den Gästen (oder der Nachbarin) teilen kann.

Wenn der Grill ausgekühlt ist, dann wische ich mit einem feuchten Tuch einfach den weißen Staub weg. Restliche Fette, die sich vor allem außen am Grill befinden, kann man mit einigen fettlösenden Reinigern ganz gut weg bekommen. Hierzu setze ich meist den Fettlöser von Caramba in der Sprühflasche ein, den man in jedem Baumarkt erwerben kann. Nachdem alles sauber ist, schmiere ich die gusseisernen Roste mit Olivenöl ein, damit diese nicht rosten, wenn man diese draußen in feuchtem Klima lässt (soll ja im Sommer auch mal vorkommen).

Wer seinen Grill nicht auf eine hohe Temperatur bekommt (viele Gasgrills schaffen es nur auf runde 300 Grad), der sollte sich eigentlich einen anderen Grill kaufen 🙂 – Quatsch: hier gibt es auch andere Hilfsmittel, wie Edelstahlreiniger mit Aceton. Diese bekommt man zumeist nicht im Baumarkt aber in den gewerblichen Ecken von Baufachmärkten oder auch in der Metro. Solche Reiniger werden unter den Fachleuten als „saure Reiniger“ bezeichnet.

Als Tipp-Highlight des Artikel sei noch erwähnt, warum bei unserer Nachbarin immer rund 10 Grillroste morgens im Garten liegen: Sie setzt auf den Morgentau! Dieser macht jedes Rost (außer solche aus Gusseisen) sauber!

Na dann: Prost!

 

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... ist zugleich Musikproduzent, Rennradsportler auf langen Distanzen, begeisterter Hobbykoch, Grill-Enthusiast und Familienvater. Er begeistert sich zudem für viele Dinge rund um Musik, Essen, Wein, Holzhaus- und Blockhausbau sowie Online Marketing und eCommerce.

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