300 km Brevet in Brühl – 2008

Published On 21. April 2008 » 1458 Views» By Olaf » Rennen

Von Brühl ging es um 07:08 Uhr los Richtung Köln. Trockenes Wetter bei leicht bedecktem Himmel lud zum Radeln ein.

In Rath/Heumar haben wir dann noch Martin Weber in die Gruppe aufgenommen, der heute genau wie ich eigentlich 6 Stunden auf der Opel Teststrecke mit Axel Fehlau fahren wollte. Die Veranstaltung wurde aber abgesagt, so dass umgesattelt werden musste. Ab Refrath wurde dann Tempo gemacht … die bekannten Tempomacher mit Rainer Paffrath, Tom Rey, Siggi usw. waren an der Spitze. Ich konnte der Gruppe gut folgen, was ein deutlicher Fortschritt zu letztem Jahr war.

Ich habe zudem Carboo4u, ein neues Getränk, getestet. Zudem noch die Riegel der Marke. Die Riegel sind absolute Spitzenklasse – kein Kleben und eine gute Konsistenz. Auch war die Wirkung super und auch unter Last wurde der Riegel gut verdaut. Das Getränk „Crazy Orange“ habe ich mit Malto19 von Carboo4u gemischt – hat auch prima gewirkt und war problemlos zu vertragen. Die Entwicklung des Produktes wurde von Olaf Sabatschus (Ex-Triathlet) vorgenommen.

Weiter ging es über Voiswinkel, Odenthal, Bremen, Lüdorf nach Emminghausen. Hier haben wir uns erstmals kurz verfahren und 1 km später ist mir dann in einer Baustelle im Ort Hoffnung der Hinterreifen regelrecht geplatzt. Ich hatte leider unwissenderweise noch einen Butyl Schlauch montiert. Somit waren alle schnelleren Fahrer leider weg und ich musste den Schlauch wechseln. Ein netter Helfer aus Frankfurt wartete, um zu schauen, ob ich nicht einen neuen Mantel benötigen würde.

2 km später in Wermelskirchen dann der nächste unfreiwillige Stop. Ein Mitfahrer war wohl ohne Fremdeinwirkung vom Rad gefallen (wohl ein Schwächeanfall) und war nun bereits im Krankenwagen. Polizei und einige Autofahrer standen auf der Strasse. Wir haben gewartet, um zu klären, wie z.B. sein Rad mit genommen werden kann. Schließlich sind wir an die 1. Kontrollstelle bei km 58 in Wermelskirchen weitergefahren, aber hier war leider keiner mehr der schnelleren Fahrer. Wir beschlossen, dass mein Frankfurter Begleiter sich um das Rad kümmert und ggf. später nachfährt und ich probiere die Gruppe um den Organisator Rainer Paffrath zu stellen, der bereits 20 Minuten vor mir die Kontrollstelle verlassen hatte.

Also fuhr ich ab km 58 alleine weiter über Hückeswagen, Halver nach Lüdenscheid zur 2. Kontrolle bei km 101. Hier hatte ich nur noch 10 Minuten Rückstand, auch wenn die Gruppe vor mir zu viert unterwegs war. Bereits ab km 65 hatte ich muskuläre Probleme im linken Bein – irgend ein Muskel klemmte. Vielleicht weil ich die Woche vorher mit einer 175er Kurbel statt der sonst üblichen 172,5er gefahren bin. Das Hinterrad hatte etwas wenig Luft nach der Panne vor Wermelskirchen und irgendwie klackerte das Tretlager.

Von hier ging es über Breddershaus und dem höchsten Punkt der Route nach Drolshagen. Bis hierher waren es bereits ca. 1.500 Höhenmeter, aber im Berg kam ich gut voran, trotz meiner muskulären Probleme im linken Bein. Ich war schon sehr zufrieden und auch wenn ich oft kurz halten musste, um den Weg ausfindig zu machen, hatte ich bei der Kontrolle in Drolshagen (km 133) nur noch 5 Minuten Rückstand auf die Gruppe um Rainer Paffrath und Martin Weber.

Über Benolpe und Eckenhagen habe ich dann bei sehr schönen Aussichten richtig Dampf gemacht und hatte dann in Wiehl das Glück das mir die Gruppe ganz kurz vor der Kontrollstelle Wiehl (km 158) entgegenkam. Wir haben dann kurz über das Unglück in Wermelskirchen gesprochen und Rainer hat mir den Kilometer zur Kontrollstelle Wiehl erlassen, so dass ich mich der Gruppe anschließen konnte.

Die Pause in Wiehl hat mir jedoch wohl gefehlt – vielleicht war auch das Ziel weg die Gruppe zu bekommen, denn irgendwie hatte ich immer wieder Probleme die vier zu halten, vor allem wenn es bergan ging. Mein linkes Bein machte auch immer mehr Probleme – vermutlich war es einfach überlastet aufgrund der langen Alleinfahrt.

Über Prombach, Morsbach und Stockshöhe ging es so zu fünft weiter und vor allem in Stockshöhe hatte ich wieder Probleme zu folgen und musste das Loch in der Abfahrt zu fahren. In Betzdorf bei km 196 haben wir dann eine längere Pause eingelegt, meine erste seit Wermelskirchen bei km 55. Ich musste auch dringend Essen und habe ordentlich Getränke nachgeladen. Leider setzte nun der Regen ein.

Schnell sind wir dann die Sieg entlang gefahren über Roth nach Rossbach. Hier war es dann vorbei mir der Gruppenfahrt, denn ich war einfach zu platt. Auch mussten Regenklamotten angezogen werden und die Sicht wurde zunehmend schlechter, da mit immer wieder die Brille beschlug. Ich bin ab km 220 wieder alleine gefahren über Dattenfeld, Eitorf und Hennef nach Siegburg. Hier hatte ich die Vierergruppe dann auch wieder an der Kontrolle gesehen (km 271) – aber ich musste noch was Essen bevor es für mich weiterging.

Ab Siegburg lief es dann bei mir deutlich besser. In Bonn ging es über die Brücke, dann nur noch über Wesseling nach Brühl. Den Abstand zur Gruppe habe ich von Siegburg bis Brühl konstant halten können, auch hatte ich wieder runde 200 Watt auf dem Wattmesser stehen. Nur muskulär lief es links immer noch nicht.

Mit der Leistung bin ich dennoch zufrieden. Ich komme immer besser in Fahrt. Da ich kein Bergtalent bin kann ich mit den 2.600 Steigungsmetern schon ganz zufrieden sein. Auch komme ich auch bei langen Alleinfahrten sehr gut klar und kann den Körper stabilisieren. Das Training wirkt, auch wenn ich absolut kein Naturtalent bin – meine körperlichen Voraussetzungen sind nicht optimal für Radeln, ich muss effizienter trainieren als Andere – aber ich werde stetig besser und das motiviert. Die Nacht nach dem Brevet habe ich nicht geschlafen, weil ein Zeh am linken Fuss anscheinend (warum auch immer) geprellt ist und sich nicht mehr bewegen lässt. Müde bin ich nun trotzdem nicht.

Ergebnis

10. im Ziel mit exakt 14:59 Stunden, davon 1:37 Standzeit wegen Plattfuss, Unfallhilfe und Pausen.

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... ist zugleich Musikproduzent, Rennradsportler auf langen Distanzen, begeisterter Hobbykoch, Grill-Enthusiast und Familienvater. Er begeistert sich zudem für viele Dinge rund um Musik, Essen, Wein, Holzhaus- und Blockhausbau sowie Online Marketing und eCommerce.

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