Nachschlag zum Thema Doping / Jan Ullrich

Published On 9. April 2007 » 1518 Views» By Olaf » Meinung

Das Thema Doping im Radsport hat uns nun 9 Monate beschäftigt und es wird uns immer noch beschäftigen. Ich glaube es wird auch viel falsch dargestellt bzw. nicht erwähnt. Jan Ullrich hat gesagt „ich habe niemanden betrogen“, er hat nicht gesagt „ich habe nicht gedopt“. Ich muss ihm zustimmen: Da meiner Überzeugung nach quasi alle im Profiradsport dopen und nur so die Leistungen erzielt werden konnten und können, hat er keinen sportlichen Rivalen betrogen. Auch bleiben seine Leistungen, denn wären alle nicht gedopt, dann hätte er auch die selben Plätze belegt – wenn nicht sogar deutlich bessere. Er hat seinen Arbeitgeber T-Mobile auch nicht betrogen, denn die wissen ganz sicher, dass überall gedopt wird.

Die Blutbeutel sind mit Sicherheit Jan Ullrich zuzurechnen. Wieso wird aber bei den anderen knapp 100 Fahrern nichts veröffentlicht? Warum fahren diese weiter? Die Beutel werden auch diesen Fahrern zuzurechnen sein. Aber von den über 100 Beuteln waren nur 8 Stück mit Blutwerten über dem Grenzwert angereichert. Nur diese 8 hätten also zum dopen während der Tour verwendet werden können. Ich gehe mit Sicherheit davon aus, dass alle Beutel nicht zu medizinischen Zwecken dort waren, sondern zum Doping – für alle Fahrer, aber rein rechtlich kann man maximal 8 Beutel zuordnen und von Doping sprechen.

Es ist weiterhin eine Frechheit, dass nun alle „Wissenden“ nicht mal einfach das ganze einräumen, denn der Zuschauerspass an den extremen Leistungen über die kurzen Strecken ist nur machbar mit den entsprechenden Mitteln. Und das ganze ist sicherlich nicht nur ein Radthema, sondern greift auf alle Sportarten im Sommer und Winter.

Ich selber finde auch ohne Doping wäre es spannenden, es wäre zwar alles ein wenig langsamer, aber die Spannung und die Platzierung würde bleiben. Meiner Meinung nach bleibt Radfahren wie es ist: Es macht Spass zu fahren. Und ohne Doping kommt man im Hobbybereich gut hin. Es macht einfach Spass zu sehen, wie der Körper sich immer weiter entwickelt.

Wenn man gegen sich selber antritt, dann braucht man keine Mittel die einem selber auf Dauer schaden!

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... ist zugleich Musikproduzent, Rennradsportler auf langen Distanzen, begeisterter Hobbykoch, Grill-Enthusiast und Familienvater. Er begeistert sich zudem für viele Dinge rund um Musik, Essen, Wein, Holzhaus- und Blockhausbau sowie Online Marketing und eCommerce.

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