Schoetz, 24 Stundenrennen

Published On 25. August 2008 » 1633 Views» By Olaf » Rennen

Insgesamt war Schötz sportlich enttäuschend. Es ist ein wunderbarer Event, der perfekt organisiert ist. Die Stimmung ist ähnlich gut wie in Kelheim, wobei die Zuschauer in Kelheim mehr bei der Sache waren.

Mein Rennbericht lässt sich simpel fassen:

Ich bin recht weit hinten gestartet, da von Beginn an hohes Tempo angekündigt war durch die Teams. In einer größeren Gruppe mit knapp 20 Fahrern habe ich die ersten 4 Runden sehr hart arbeiten müssen. In Runde 5 und 6 haben wir mit 4 Fahrern die ganze Gruppe an die Gruppe vor uns herangefahren, entsprechend war meine schnellste Rundenzeit in Runde 6 mit 15:13 Minuten. Die ersten 100 km waren in 2:41 Stunden geschafft.

Ab Runde 9 habe ich mein Knie gemerkt. Ich hatte nie Knieprobleme, aber am Tag vor dem Rennen hat es bei der Osteopathin bei einer Dehnung an der Kniescheibe geknackt und danach auch geschmerzt. Die war zwar Samstag früh weg, kam aber im Rennen leider schnell zurück.

Ich habe mich mit dem Knie noch eine Runde in der Gruppe halten können, musste in Runde 11 abreißen lassen und habe dann auch auf das Montello getauscht. Hiermit bin ich noch einigermaßen voran gekommen (alleine in 19 Minuten Runden), doch die Schmerzen waren im Liegesitz schlimmer als am oberen Lenkergriff. So habe ich wieder bei Einbruch der Dunkelheit gegen 21 Uhr zurück auf das normale Rad gewechselt und die ganze Beleuchtung umschrauben müssen.

Mit dem Kredo bin ich dann die ganze Nacht durch alleine ohne Gruppenanschluß gefahren. Es war frustierend den Gruppen nicht folgen zu können, aber Beschleunigung war absolut nicht drin. Der Puls war sehr gut und bewegte sich dann ab Runde 17 immer unter 115, da wegen dem Knie keine Last erzeugt wurde.

Nachts hat mich Bernd (der Betreuer eines anderen Fahrers) mit verpflegt. Die Flaschen hatte Karen noch vorbereitet und Gels und Riegel hatte ich bereits um 21:00 Uhr sowie eingesteckt, das ich um 10:00 immer noch genügend hatte. Zusätzlich aufgenommen hatte ich nur Brot.

Nachts hatte ich nur einen kleinen Stop von knapp 5 Minuten gegen 4:00 Uhr auf einer Bank am Ortseingang von Schötz. Erst um ca. 07:00 Uhr habe ich knapp 30 Minuten gehalten, das Rad und mich von Licht befreit und ein wenig gerastet. Hierbei ist mir dann auch logischerweise kalt geworden.

Wegen dem Knie bin ich aber leider nie wieder in Schwung gekommen, so dass ich einfach nur langsam unterwegs war. Hoffentlich war es kein Fehler weiter zu fahren. Ich hoffe nun wieder fit zu werden und das Knie belasten zu können. Die 52 gefahrenen Runden zu je knapp 9,9 km sind für 22:40 Stunden gut, aber mit der Kenntnis der Strecke und der Bedingungen wären hier auch 800 km nicht unrealistisch. Die beiden Einzelsieger Thomas Baloh und Jure Robic sind 95 Runden und damit ca. 940 km gefahren (immer im knapp 20-Mann Team – da aber öfter auch an der Spitze – es schmälert die Leistung aber definitiv nicht).

Ergebnis

52 Runden, 514 km in ca. 22:40 Stunden bei etwas über einer Stunde Standzeiten wegen regenbedingtem Kleider- und Radwechsel, Essensaufnahme, Laufradwechsel, usw. Platz 31 von 59 männlichen Einzelstartern. Eingesetzt wurden das Kuoto Kredo mit XENTIS HighModulus Laufrädern sowie das Montello mit dem ProLite Scheibenrad und dem Bora Ultra Vorderrad.

Schnellste Runde in Runde 6 mit 15:13 Minuten (9,88 km). 100 km bereits nach 2:41 Stunden.

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... ist zugleich Musikproduzent, Rennradsportler auf langen Distanzen, begeisterter Hobbykoch, Grill-Enthusiast und Familienvater. Er begeistert sich zudem für viele Dinge rund um Musik, Essen, Wein, Holzhaus- und Blockhausbau sowie Online Marketing und eCommerce.

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