Cyclemania 2008 in Garching/Alz, 24 Stunden

Published On 30. Juni 2008 » 1994 Views» By Olaf » Rennen

Die Cyclemania ist eine Benefizveranstaltung mit sportlichem Charakter. Pro km spendet ein Sponsor des Fahrers einen Betrag zwischen 0,10 Euro und 1,00 Euro. In Mauerberg, einem Stadtteil von Garching an der Alz in Bayern findet dieses 24 Stunden Rennen alle 2 Jahre auf einem 15,8 km Rundkurs statt. Gestartet werden kann als Einzelfahrer oder in 2er bzw. 4er Teams. Parallel fand auch eine Art RTF, ein 6 Stunden und ein 12 Stunden Rennen statt.

ZQ7F9469Olaf ging in der Königsdisziplin, d.h. dem 24 Stunden Rennen als Einzelstarter an den Start. Nachdem er seit dem 22.05. – also genau 5 Wochen nicht auf dem Rad war bis auf drei kurze Ausfahrten in der letzten Woche vor dem Rennen, war nicht viel zu erwarten.

Die Ärzte stellen immer noch eine parasitäre Belastung in den Arterien fest und somit wurde der Puls auf 140 begrenzt. Demnach keine idealen Voraussetzungen für eine fordere Platzierung. Olaf’s Ziel waren 20 Runden und damit die Vermeidung des letzten Platzes.

Vor dem Start suchte sich Olaf einen Unterstand direkt an der Strecke. Er hatte Glück und konnte im Doppelstand zweier weiterer 24 Stunden Einzelfahrer unterkommen, die beide aus der Region waren und somit viel Anhang mit an der Strecke hatten. Robert Glas und Helmut Eibelsgruber belegten später den 1. und 4. Platz – ein toller Erfolg der sicher auch durch die gute Betreuung und Stimmung am Stand unterstützt wurde.

Um 14.00 Uhr am Samstag (28.06.08) ging es los. Der Start erfolgte für Einzelfahrer und Teams gleichzeitig. Neben den 24 Stunden Fahrern gingen auch die 6 Stunden Fahrer an den Start. Es war also von Beginn an recht schnell – doch Olaf lies sich nicht mitreißen.

Die Strecke war weitgehend flach mit drei kurzen, knackigen Anstiegen, die Olafs anfangs aber im dicken Blatt hochfuhr und somit auch immer wieder das ganze Feld hinter sich ließ. Nach vier Runden hatte sich alles eingependelt und Olaf fuhr vorwiegend alleine.

ZQ7F0736Leider funktionierte die Zeitnahme nicht perfekt, so dass alle 24 Stunden Fahrer angehalten werden mussten und Ihnen ein neuer Chip auf den Helm geklebt wurde. Dies brachte allerdings keine Besserung. Somit waren die schnellsten Runden auch nicht messbar und es gab keine Zwischenstände. Aber dies tat dem Spass und auch dem guten Zweck keinen Abbruch.

Das Wetter war hervorragend. Sonne, Sonne, Sonne und im Schatten (den es auf dem Kurs nicht gab) ca. 28 Grad. Am Sonntag wurde es mit 32 Grad noch wärmer.

Nach 15 Runden der erste Schaden am Kuota Kredo – das Tretlager wollte nicht mehr. Schnell wurde auf das Ersatzrad gewechselt. In Runde 16 dann ein Plattfuß vorne der zum Wechsel des Laufradsatzes zwang. In Runde 17 dann erneuter Wechsel des Laufradsatzes, da sich der Kleber am Hinterrad löste. Alle Defekt also in Serie – aber dann war es wieder ruhig. Gefahren wurde also immer auf dem Kuota Kredo mit dem XENTIS Laufradsatz.

Trotz der Defekte war Olaf von Runde zu Runde immer besser. In der Nacht drehte er zwischen zwei und vier Uhr alleine auf dem Kurs seine schnellsten Runden. Zwischen sechs und acht hatte er einen Tiefpunkt, zumal er sein Ziel von 20 Runden ja schon weit überschritten hatte.

CYCLEM10Nachdem 32 Runden absolviert waren und das Soll absolut übererfüllt war, hat Olaf um 11:30 auf das Montello (Zeitfahrrad) gewechselt und nach über 21 Stunden im Sattel selbstbewusst seine schnellste Runde angekündigt, obwohl er auf dem Rad in 2008 noch nicht trainiert hatte.

Und die kam dann auch: in 25 Minuten drehte er auf dem 15,8 km Rundkurs mit 140er Maximalpuls bei einem 38 km/h Schnitt eine ideale Runde. Ständig auf dem großen Blatt hatte er ordentlich Druck und ließ bei der Solofahrt etliche Gruppen stehen. Olaf: „Das fühlte sich wirklich Klasse an – mit dem Rad und der Motivation sollte in Schötz ordentlich was drin sein zumal ich bis dahin hoffentlich gesund bin“.

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Für Olaf war die Cyclemania ein Erfolg, denn er war krank am Start und nicht ordentlich trainiert – trotzdem hat er sein Ziel übererfüllt und lag gut im Rennen ohne jegliche Erschöpfung. Hätte er nicht wegen potentieller Gesundheitsprobleme nach 21:45 Stunden abbrechen müssen, so wären mindestens drei weitere Runden und damit Platz 8 drin gewesen. So war es Platz 17 mit 33 Runden, 521 km und knapp über 3.300 Höhenmetern.

Ergebnis

33 Runden, 521 km in 21:45 Stunden. Platz 17 von 58 Einzelstartern. Eingesetzt wurden 3 Räder und 4 Laufradsätze.

 

 

 

 

 

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