Gerolsteiner Tour Festival 2008

Published On 23. Mai 2008 » 1501 Views» By Olaf » Rennen

Beim Gerolsteiner Tour Festival 2008 bin ich – wie beim Gerolsteiner Tour Festival 2007 auch – in zwei Disziplinen angetreten.

Das Einzelzeitfahren am Freitag startete mit den ersten Startern ab 15:00 Uhr. Das Wetter war im Gegensatz zum Vorjahr ziemlich gut. Zwar waren dicke Wolken am Himmel, aber die Temperaturen waren optimal für kurze Kleidung und zudem war es trocken und es ging kaum Wind. Das Streckenprofil ist nicht ganz einfach. Zudem waren die Strassen nicht im bestem Zustand.

Gerol_2008_002Um 16:13:20 Uhr ging es von der Startrampe los. Viele hatten Zeitfahrräder und teils sogar Scheibenräder montiert. Das Profil der Strecke ist eher nicht hierfür gedacht und so trat ich mit meinem Bergrad (Kuota Kredo) mit den Lightweight Laufrädern (Ventoux vorne, Obermayer hinten) an. Als Ritzel was das neue Miche mit 11-28 montiert.

Das schleche Ergebnis vom letzten Jahr galt es deutlich zu verbessern. Auf der Strecke hatte ich auch ein gutes Gefühl, keine Probleme mit der Technik – lediglich der Puls war aussergewöhnlich hoch. Die Zeit war dann nur knapp 3 Minuten schneller als 2007 und mit 1:10:20 sehr schlecht. Der Grund lag im bergauf fahren – hier fehlte die nötige Geschwindigkeit. Die Gründe liegen definitiv am Training (keine Intervalle für Geschwindigkeit und Berg) wie auch am lädierten linken Fuss (starke Durchblutungsprobleme seit vier Wochen) wie vielleicht auch am Heuschnupfen oder einem nahenden Infekt. Irgendwie sind diese Gründe aber alle selber zu verantworten und das Ergebnis ist sehr enttäuschend.

Gerol_2008_003Am Sonntag startete der Marathon – aus vier Blöcken wurden um 08:00 Uhr die Fahrer der 52, 119, 161 und 204 km Strecken gemischt auf die Strecke geschickt. Auch 52 km Fahrer standen im ersten Block. Olaf startete aus Block 3 und fuhr anfangs Schritt für Schritt nach vorne – wobei es erst sehr langsam voran ging, da die Strecke anfangs über einen engen Radweg führte, der ein paar Wellen hatte und somit die langsamen Fahrer nicht zu überholen waren (ein Nachteil der Startblockaufteilung und der Streckenführung).

Der leichte Regen war ab Start eigentlich beendet und die Strassen waren nahezu trocken.

Bei km 43 dann der erste Plattfuss am Hinterrad. Der Conti Podium Schlauchreifen hatte ein Loch (nach 180 km Laufleistung). Die gute Gruppe war weg und mit Vittoria DocBlue konnte das Problem innerhalb von ca. 5 Minuten behoben werden. Nun ging es halt mit weniger Luftdruck (4 statt 9 bar) weiter.

Die Strecke war weniger wellig bis zu diesem Zeitpunkt als im letzten Jahr. Die Wellen kamen ab km 50. Und bei km 62 dann der nächste Platte – diesmal vorne. Die Strecke hatte einige Stellen mit Rollsplit und oft Dreck auf der Strasse und kleinere Steine – zudem waren viele Schlaglöcher vorhanden. Auch bei km 62 half DocBlue – nur war nun die zweite CO2-Kartusche verbraucht.

Bei km 84 hat es dann hinten einen großen Durchschlag gegeben und es musste ein neuer Schlauchreifen aufgeklebt werden, was einiges mehr an Zeit kostet als einen Schlauch zu wechseln. Vermutlich wäre eine Schlauch-Mantel Kombination die bessere Entscheidung an diesem Tag gewesen.

Gerol_2008_004Mit vorne 4 Bar Druck, neuem Schlauchreifen hinten und keiner CO2-Kartusche mehr ging es ab km 84 dann weiter. Olaf’s Beine waren ok, nur sein linker Fuss hatte wieder einmal keine Durchblutung, war taub und stark durchgefroren – der Pulslauf war prima, nur waren bereits 51 Minuten Standzeit durch die drei Schlauchreifenplatten sowie 3 Minuten an Standzeiten an der Verpflegung.

Ich habe dann entschlossen die 204er Strecke abzubrechen und auf 119 zu verkürzen, da ein weiterer Plattfuss nicht mehr hätte geflickt werden können (mangels Kartusche und mangels DocBlue und mangels Schlauchreifen).

Mit der Nettofahrzeit bin ich zufrieden. Mit dem Rest nicht. Mit dem ganzen Wochenende war ich absolut nicht zufrieden.

Die Organisation war sehr gut, die Streckenführung war weniger gut, der Strassenzustand (insbesondere beim Einzelzeitfahren) war teils eine Katastrophe. Die Verpflegungsstellen war wirklich gut organisiert und auch gut bestückt – auch war das Streckenpersonal sehr freundlich.

Ob das Gerolsteiner Tour Festival (vielleicht unter anderem Namen) weiterbesteht ist ja noch offen – zu wünschen wäre es. Ob Olaf teilnimmt hängt aber von der Saisonplanung ab – kurz und schnell kann man hier in Gerolstein trainieren, aber bisher war es einfach nicht das Terrain für Olaf – ausser beim 2007er Marathon.

Gerol_2008_005Ergebnis

Radmarathon, 119 km in 4:52:00 Stunden, mit 3 platten Reifen, Nettofahrzeit 3:58 Stunden; trotzdem war dies Platz 85 bei den Herren über 119 km.

Einzelzeitfahren, 31,7 km, 629 Höhenmeter, 1:10:20 Stunden, Platz 186

Es bleibt festzustellen: auf kurzen Strecken fahren fast alle schneller als ich. So ab 300 km werde ich besser.

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... ist zugleich Musikproduzent, Rennradsportler auf langen Distanzen, begeisterter Hobbykoch, Grill-Enthusiast und Familienvater. Er begeistert sich zudem für viele Dinge rund um Musik, Essen, Wein, Holzhaus- und Blockhausbau sowie Online Marketing und eCommerce.

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